SCHWER VORSTELLBARE DIMENSIONEN

 

Der Bau einer Windkraftanlage ist ein gigantisches Unternehmen. Um die bis zu 200 Meter hohen Türme (das entspricht fünfmal der Höhe des Waldes; eine ausgewachsene Tanne misst 40 m) im Boden verankern zu können, muss eine unglaubliche Menge an Material verbaut werden.

 

 

Zur Stabilisierung der Statik werden pro Windturbinen-Turm bis zu 10.000 Tonnen Beton als Fundament im Boden versenkt. Je nach Standort und Untergrund muss bis zu zwölf Meter tief gebohrt und verankert werden. Die Eingriffsfläche beträgt 4000 Quadratmeter pro Anlage, dabei werden 500 Quadratmeter Landwirtschafts- oder Waldfläche ein für allemal vollversiegelt; an einen Rückbau ist realistischer Weise kaum mehr zu denken.

 

Läuft die Anlage zwischendurch mal unter Vollast, muss das Fundament ungeheure Kräfte aushalten. Der Boden bebt. Im Raum Vechigen gibt es viele Quellen. Es ist bekannt, dass sich das Wasser bei Erschütterungen gerne neue Wege sucht.

 

Ungelöstes Rückbauproblem

Windräder lassen sich nicht recyclen. Entsorgungsunternehmen in Deutschland verweisen auf die ungelöste Problematik: "Da kommt ein Riesenproblem auf uns zu." Lesen Sie hier: Wohin mit dem Windradmüll?

 

Rotortürme erreichen neue Rekordhöhen

Mit neu entwickelten Windkraftanlagen für Schwachwind-Standorte hoffen die Anlagenbauer, bis zu 25 Prozent mehr Ertrag aus ihren Rotortürmen herauszuholen. Damit soll die Windstrom-Produktion auch in Süddeutschland attraktiver werden, wie in einem Windenergie-Artikel der «Welt» vom April 2015 nachzulesen ist: Marktführer Enercon aus Aurich präsentierte auf der Hannover-Messe eine völlig neue Geräteplattform der Vier-Megawatt-Klasse. «Die neue E-126 EP4 soll an Standorten mit durchschnittlicher Windgeschwindigkeit von 7,5 Metern pro Sekunde in 135 Meter Nabenhöhe Jahresenergieerträge von 14,8 Millionen Kilowattstunden erwirtschaften», wirbt da Enercon-Geschäftsführerin Nicole Fritsch-Nehring für den neuen Rotorturm: «Mit dieser Anlagenvariante bieten wir unseren Kunden eine in puncto Effizienz und Qualität perfektionierte Maschine, welche Onshore-Standorte bis weit ins Binnenland hinein optimal ausnutzt.» Damit dies gelingen soll, setzt Enercon die Turbinen-Gondel mit dem Rotor notfalls auch auf einen noch höheren Turm. Die frühere Nabenhöhe der E-126 von 135 Metern kann künftig 144 Meter betragen. Bei einem Rotordurchmesser von 127 Metern hätte die Anlage von der Basis bis zur äußersten Flügelspitze dann eine rekordverdächtige Gesamthöhe von 207 Metern. Durchschnittliche Windkraftanlagen kamen in Deutschland bislang nur auf eine Gesamthöhe von rund 165 Metern, mit einer Turmhöhe von 116 Metern und einem Rotordurchmesser von 99 Metern. Eine erste Variante für Starkwind-Standorte soll 2016 auf den Markt kommen, die Varianten für Mittel- und Schwachwind-Standorte danach…

 

Abschliessend gibt der Journalist im selben Artikel zu bedenken: «Der Widerstand der Bevölkerung steigt. Höhere und leistungsstärkere Windkraftanlagen könnten allerdings auch stärkeren Widerstand von Anwohnern künftiger Windparks verursachen. Wegen des optischen Effekts in der Landschaft, aus Gründen des Vogelschutzes oder aus Sorge vor Schall- und Infraschall-Emissionen war die Zahl der Bürgerinitiativen gegen Windkraftprojekte in Deutschland in den vergangenen Jahren auf inzwischen mehr als 1000 stark angestiegen. Den wachsenden Widerstand von betroffenen Anwohnern versucht die Windbranche auch mit technischen Nachbesserungen zu besänftigen. So will etwa Enercon die Flügel der neuen Windkraftanlagen mit «Hinterkantenkämmen» ausrüsten, so genannten Trailing Edge Serrations (TES). Dies soll für «geringe aerodynamische Schallemissionen» sorgen. Damit reagiert der Hersteller auf Sorgen betroffener Anwohner, die unhörbaren Infraschall-Schwingungen von Windkraftanlagen könnten negative gesundheitliche Auswirkungen haben.» So nachzulesen in «Die Welt».

 

 

Trotz Berechnungen geht manchmal etwas schief

 

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