BESONDERE VERANTWORTUNG FÜR DEN ROTMILAN

Zu den Verlierern rund um Windpärke gehört nicht zuletzt die Vogelwelt. Verschiedene Studien belegen negative Auswirkungen von Windenergieanlagen. Hauptrisiken sind die Gefahr einer Kollision und die Veränderung des Lebensraums.

zvg: SVS/BirdLife Schweiz
zvg: SVS/BirdLife Schweiz

 Die Schweiz trägt für den Schutz des Rotmilans eine besondere Verantwortung. Er ist in anderen Ländern Europas stark bedroht. In Vechigen fühlt sich der Beutegreifer besonders wohl: Die Utziger Bevölkerung beobachtet schon seit vielen Jahren eine starke Zunahme des stolzen Segelfliegers in ihrer Gegend, auch im Winterhalbjahr. Seine permanente starke Präsenz im oberen Gemeindegebiet hat dem majestätischen Greifvogel bei den Einheimischen auch den Übernamen «Wull-Adler» eingebracht. Die Aufwertung von Landwirtschaftsflächen – durch die nicht zuletzt auch von der Gemeinde Vechigen geförderten ökologischen Massnahmen wie Wildblumenwiesen, Hecken, Einzelbäume, Biotope, Streuobstwiesen in besonderem Masse oberhalb Utzigen – scheint ihm, wie vielen andern Tieren, sehr entgegenzukommen. 

ARTE-Film zum Thema Rotmilan und Windenergie (das meint BirdLife Schweiz, der Schweiz. Vogelschutz dazu: klick)

 

 Fatale Fallen

Der Rotmilan gehört zu den gefährdetsten Spezies rund um Windenergie-Anlagen. Als Segelflieger ist er genau auf Höhe der drehenden Rotorblätter unterwegs und hat keine Chance gegen sie. Er wird im Flug erschlagen. Allgemein sind Greifvögel in besonderer Weise bedroht, also auch Mäusebussarde oder Falken. Sie fliegen gegen die Masten oder geraten in die Mühlen der todbringenden Turbinen. Kleinere Vögel können in der Nähe der Rotoren in einen Sog gezogen werden, zu Boden stürzen oder gegen ein Hindernis prallen. 

 

 

 

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